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Lernen aus der Corona-Vollbremsung oder: Wie wir unseren Autopiloten umprogrammieren müssten

Dieser Beitrag wurde ursprünglich geschrieben für www.umbruch.at.

Unvorstellbares geschieht gerade. Vergleichbares meiner Meinung nach zuletzt im Jahr 1989, als der „Eiserne Vorhang“ fiel. Die Menge kluger Kommentare steigt gefühlt ins Unermessliche. Wer soll das alles lesen? Ich versuche mich daher kurz zu halten und hoffe, auf Wesentliches hinzuweisen. „Lernen aus der Corona-Vollbremsung oder: Wie wir unseren Autopiloten umprogrammieren müssten“ weiterlesen

Mauerfall – vielleicht auch in Österreichs Schulpolitik?

Einige Anmerkungen und Vorschläge im Anschluss an Karl Heinz Gruber, Stephan Thomas Hopmann und Barbara Herzog-Punzenberger

Seit über zwanzig Jahren beschäftigen mich beruflich Projekte an der Nahtstelle Lernen und Digitalisierung. Vordergründig. Genauso könnte ich meine Arbeit aber auch so beschreiben, dass ich daran mitwirke, vorher Unvorstellbares (Pädagog/innenbildung online, wie sie nunmehr die Virtuelle PH anbietet; kein Kind ohne digitale Kompetenzen, wie das zur Zeit Zug um Zug durch das Schulfach Digitale Grundbildung realisiert wird) zuerst vorstellbar zu machen und dann auch – wiederum immer gemeinsam mit anderen – die konkrete Umsetzung zu betreiben. Letztlich dreht es sich meine Tätigkeit immer ums institutionelle Öffnen von Fenstern und Möglichkeitsräumen und das Zufallbringen von (mentalen) Mauern, die das verhindern. „Mauerfall – vielleicht auch in Österreichs Schulpolitik?“ weiterlesen

Blackout und Aufklärung

Digitalisierung ist … was-auch-immer mal Elektrizität. Ist die Elektrizität weg, ist auch die Digitalisierung weg. Und nicht nur diese … Das Online-Medium addendum widmet eine seiner Recherchen diesem Thema. Angesichts der dort deutlich werdenden, gruseligen Perspektiven will man ganz schnell das Thema wechseln, wegschauen, denken, dass sich da schon wer darum kümmern wird …  „Blackout und Aufklärung“ weiterlesen

Von Drohnen und vom Lernen

Drohnen (im Bild ein Drohn der Westlichen Honigbiene, Quelle: cc-by-sa 3.0 Waugsberg) sind nützliche Tiere. Und vermutlich weniger „ferngesteuert“ als die namensgleichen fliegenden Roboter. Michael Moorstedt weist in der SZ vom 26. Juni 2018 auf ein Video von Google hin, in dem der freie Wille von Menschen eher keine Rolle mehr spielt. Nur eine Spekulation, meint Google dazu. Wenn ich die – an und für sich wirklich lesenswerte! – Ende Juni 2018 erschienene Studie der Robert Bosch Stiftung Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien. Ein roter Faden aufmerksam auf die darin nicht vorkommenden Aspekte hin analysiere, komme ich zur Ansicht, dass hier etwas zu viel „Google-Think“ in den Text hinein gerutscht ist. „Von Drohnen und vom Lernen“ weiterlesen

Gründlich.Digital.Gebildet.

Mit den Worten von Käte Mayer Drawe, emeritierte Erziehungswissenschafterin der Ruhr-Universität Bochum, eines gleich vorweg: „Der virtuelle Raum bleibt von leiblichen Wesen grundsätzlich unbewohnbar.“ Damit ist auch der Stand der internationalen Entwicklung in kürzester Form umrissen. Es steht außer Frage, dass Bildung weiterhin im besonderen Maße ein Beziehungsgeschehen ist und dass es auf die Lehrerinnen und Lehrer und ihre „Kunst“ ankommt, damit Unterricht gelingt. Das Zerrbild des Computers, der die Lehrpersonen überflüssig macht, wurde vielerorts und in vielerlei Hinsicht immer wieder als das entlarvt, was es ist: nämlich als – manchmal auch bewusst polemisch eingesetztes – Missverständnis oder Karikatur. Wenn im Rahmen des Education World Forums in London Anfang 2017 der Moderator der Veranstaltung meinte, „A teacher, who can be replaced by a computer, should be!“, [[I]] dann entspringt diese Ironie genau dem Wert, den die pädagogische Profession eigentlich hat.

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