Schule in der Digitalität: Herausforderungen, Systembedingungen und die Schlüsselrolle des Weiterlernens der Pädagogischen Profession

Welche Herausforderung stellen sich für das Bildungswesen, insbesondere die Schule, angesichts der digitalen Transformation oder besser: angesichts einer Schule in der Digitalität, also in einer Lebenswelt, die von allen positiven wie auch negativen Begleiterscheinungen von Digitalisierung, digitaler Transformation und digitalen Medien, Werkzeugen, Plattformen, Geschäftsmodellen und Einflussfaktoren geprägt und durchdrungen ist und nicht mehr weg geht, wie Brandhofer und Wiesner (2023) das ausführlich erläutern? Und welche Bezüge sind hier zum DigComp (3.0 in seiner aktuellen, europäischen Variante) bzw. dem DigComp AT (Version 2.4 ist derzeit im Rahmen eines Auftrags an die UWK[1] in Entwicklung) herzustellen?

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Infografik KI und Schulleitung

KI und jetzt? Schule führen in der Digitalität

Vom Hype zur verantwortlichen Gestaltung: Leitfäden für Schulleitungen im Kontext von KI

Künstliche Intelligenz (KI) ist in den Klassenzimmern angekommen. Das zu ignorieren würde bedeuten, die Lebenswelt der Schüler:innen zu negieren. Dieser Beitrag empfiehlt, KI im Wesentlichen nicht als Technik-Thema, sondern als eine Herausforderung und Chance zu begreifen, die gleichermaßen Lernkultur und Schule als Institution von und für Menschen berührt. Er bietet Orientierung für ein Führungshandeln, das Lernen im Kontext von KI rekonstruiert und gleichzeitig Schule demokratisiert.

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Wettrüsten, oder was? Über den strategischen Umgang der Schule mit KI. Ein Essay.

Jede Woche gefühlt drei neue KI-Apps, die man kennen sollte. Jede Woche drei neue Möglichkeiten, mit KI noch besser zu unterrichten, noch besser zu schummeln, noch effizienter dem Betrug auf die Spur zu kommen. Was wird das jetzt: Wettrüsten ohne Ende? Lehrkräfte gegen (oder mit?) Schüler*in-nen; IT-Industrie; Schulbehörden? KI stellt – wieder einmal und mehr denn je – die Schule vor die Sinnfrage. Was ist ihr Auftrag? Was macht sie unersetzbar? Dieser Beitrag skizziert eine proaktive Strategie, sich nicht im „Wettrüsten“ mit der Technik aufzureiben, sondern – einmal mehr und mehr denn je – mit Muße auf den Kern zu konzentrieren: Menschen, die gemeinsam lernen (lernen) und sich bilden.

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Österreich ist eine demokratische Republik. Auch Ihr Schulrecht geht vom Volk aus. Ein essayistischer Denkanstoß.

Österreich hat ein Bildungssystem, das in vielerlei Hinsicht nur durchschnittlich abschneidet, allerdings überdurchschnittlich viel kostet. Diese Kosten, genauso, wie die vom System verursachten Unzulänglichkeiten, werden von allen ge- bzw. ertragen. In einer Demokratie, deren Recht – und damit auch Schulrecht – vom Volk ausgeht, muss man sich fragen, ob tatsächlich die (schweigende?) Mehrheit mit diesem Status zufrieden ist.

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Neubau Schule. Ein Moonshot.

Im Cambridge Dicitionary findet man für „moonshot“ folgende Erklärung: A plan or aim to do something that seems almost impossible. Am 25. Mai 2021 sind es genau 60 Jahre her, dass JFK mit seiner Rede im Kongress im wahrsten Sinn des Wortes den „moonshot“ bis zum Ende der Dekade (damals die 60er) „herbeiredete“. Mit Erfolg, wie wir seit Apollo 11 wissen.

Durch Corona scheint die Zeit großer Würfe (EU-Wiederaufbaufonds! Neustart Österreich!) einmal mehr gekommen. Wie wäre es also mit folgendem „moonshot“: Ich bin überzeugt, dass Österreich sich verpflichten soll, bis zum Ende dieser Dekade folgendes Ziel zu erreichen: die Schulen und das Bildungssystem neu zu bauen. Als Gebäude und in unserem Denken.

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Lernen aus der Corona-Vollbremsung oder: Wie wir unseren Autopiloten umprogrammieren müssten

Dieser Beitrag wurde ursprünglich geschrieben für www.umbruch.at.

Unvorstellbares geschieht gerade. Vergleichbares meiner Meinung nach zuletzt im Jahr 1989, als der „Eiserne Vorhang“ fiel. Die Menge kluger Kommentare steigt gefühlt ins Unermessliche. Wer soll das alles lesen? Ich versuche mich daher kurz zu halten und hoffe, auf Wesentliches hinzuweisen. (mehr …)

Überblick Steuerungsebenen im Schulsystem und wesentliche Steuerungsinstrumente

Mauerfall – vielleicht auch in Österreichs Schulpolitik?

Einige Anmerkungen und Vorschläge im Anschluss an Karl Heinz Gruber, Stephan Thomas Hopmann und Barbara Herzog-Punzenberger

Seit über zwanzig Jahren beschäftigen mich beruflich Projekte an der Nahtstelle Lernen und Digitalisierung. Vordergründig. Genauso könnte ich meine Arbeit aber auch so beschreiben, dass ich daran mitwirke, vorher Unvorstellbares (Pädagog/innenbildung online, wie sie nunmehr die Virtuelle PH anbietet; kein Kind ohne digitale Kompetenzen, wie das zur Zeit Zug um Zug durch das Schulfach Digitale Grundbildung realisiert wird) zuerst vorstellbar zu machen und dann auch – wiederum immer gemeinsam mit anderen – die konkrete Umsetzung zu betreiben. Letztlich dreht es sich meine Tätigkeit immer ums institutionelle Öffnen von Fenstern und Möglichkeitsräumen und das Zufallbringen von (mentalen) Mauern, die das verhindern. (mehr …)

Blackout und Aufklärung

Digitalisierung ist … was-auch-immer mal Elektrizität. Ist die Elektrizität weg, ist auch die Digitalisierung weg. Und nicht nur diese … Das Online-Medium addendum widmet eine seiner Recherchen diesem Thema. Angesichts der dort deutlich werdenden, gruseligen Perspektiven will man ganz schnell das Thema wechseln, wegschauen, denken, dass sich da schon wer darum kümmern wird …  (mehr …)

cc by sa 3.0 waugsberg - Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Drohn#/media/File:Drone_25a.jpg

Von Drohnen und vom Lernen

Drohnen (im Bild ein Drohn der Westlichen Honigbiene, Quelle: cc-by-sa 3.0 Waugsberg) sind nützliche Tiere. Und vermutlich weniger „ferngesteuert“ als die namensgleichen fliegenden Roboter. Michael Moorstedt weist in der SZ vom 26. Juni 2018 auf ein Video von Google hin, in dem der freie Wille von Menschen eher keine Rolle mehr spielt. Nur eine Spekulation, meint Google dazu. Wenn ich die – an und für sich wirklich lesenswerte! – Ende Juni 2018 erschienene Studie der Robert Bosch Stiftung Personalisiertes Lernen mit digitalen Medien. Ein roter Faden aufmerksam auf die darin nicht vorkommenden Aspekte hin analysiere, komme ich zur Ansicht, dass hier etwas zu viel „Google-Think“ in den Text hinein gerutscht ist. (mehr …)