VPH: Zentrale Projektresultate

„Lehrende und Lehramtsstudierende beim Erwerb ihrer digitalen Kompetenzen bestmöglich zu unterstützen, ist die zentrale, vom BMB definierte Aufgabe der Virtuellen Pädagogischen Hochschule, die seit 2011 an der Pädagogischen Hochschule Burgenland angesiedelt ist. Mit einer virtuellen Lernumgebung, vielfältigen Online-Fortbildungsveranstaltungen und Selbstlernmaterialien bietet die Virtuelle PH Infrastruktur und Expertise für individuelle Fortbildung und österreichweite Vernetzung.“

Quelle: http://www.virtuelle-ph.at/ueber-uns/onlinecampus-virtuelle-ph/

Zentrale Projektresultate

Pädagog/innenbildung hat nun einen größeren Werkzeugkasten und mehr Raum und Zeit
Die Virtuelle PH ist gewissermaßen die fünfte „Reinkarnation“ einer Initiative von Schulbuchverlagen, zu der ich 1998 dazustoßen und seit 2000 leiten durfte. Über mehrere Hürden hinweg gelang es letztlich durch die Gelder des NMS-Budgets, die Vorgänger-Institution, die mit langem Atem und viel Geschick immer weiterentwickelt worden war, gewissermaßen zu „verstaatlichen“ und damit digitale Formate der Lehrer/innenbildung an Linieninstitutionen (Pädagogischen Hochschulen) und in Regelbudgets zu verankern. Wäre mehr Budget vorhanden, könnte die Virtuelle PH heute eine drei- bis sechsmal so große Nachfrage befriedigen, als sie tatsächlich finanzieren kann. Die Sache ist im System angekommen! Ich habe das Projekt Onlinecampus Virtuelle PH bis 2012 beraten und koordiniert und damals an eine eigenständige Leitung, verortet an der PH Burgenland, übergeben. Die Virtuelle PH ist auch konzeptiv-entwickelnd tätig und hat zuletzt die Formulierung des digi.kompP-Modells (digitale Kompetenzen für Pädagog/innen), das ich maßgeblich mitentwickelt habe, koordiniert.[1]

Schnell und flexibel wie nie. Virtuelle PH: Entweder Sie haben eine, oder Sie brauchen eine …
Die Virtuelle PH setzt neue Maßstäbe in Reichweite und Verbreitungsgeschwindigkeit von Angeboten für die Pädagog/innenbildung. Als im Sommer 2015 zehntausende Menschen Zuflucht vor Krieg und Gewalt suchten, war es mit Hilfe von VPH-eLectures bereits im Herbst 2015 möglich, ein flächendeckendes Bildungsangebot für alle Pädagog/innen in Österreich zur Verfügung zu stellen. Ebenso einfach, kostengünstig und rasch können durch den hohen Organisationsgrad des VPH-Teams neue Bildungsangebot zB im Rahmen der Qualitätsinitiative SQA entwickelt, angeboten und als OER vorgehalten werden.[2] Ein Beispiel für einen der vielen Anstöße, die ich gegeben habe und die durch vorhergehenden, bewussten Infrastruktur- und Netzwerkaufbau dann leicht realisierbar waren.

30.000 Lehrpersonen am Onlinecampus als Beitrag zur gemeinsamen Pädagogischen Profession
Langer Atem – Klappe: die zweite. Österreich hat – im Gegensatz zu anderen Staaten – erst eine sehr junge Kultur der Pflege der Pädagogischen Profession als Profession. Den ersten größeren Stein ins Rollen gebracht hat hier die NMS-Entwicklung mit der Qualifizierung von Lerndesigner/innen sowie der Definition von „teacher-leadership“-Funktionen. Mir ist es in dieser Zeit gelungen, eine Fülle von Initaitiven (VPH, SQA, EPICT, NMS, AHS-Vorwissenschaftliche Arbeit etc.) dazu zu bewegen, ihre „digitale Präsenz“ am Onlinecampus der Virtuellen PH einzurichten. Kostengünstig und genau so gut wie jede andere (proprietäre) Lösung, aber – und darauf kam es letztlich an – vernetzt durch das allen User/innen gemeinsame Onlinecampus-Profil und die gleiche, im Bundesrechenzentrum vom BMB ohnehin schon betriebene Moodle-Plattform. Das hat nicht zuletzt der VPH ihr starkes Wachstum sowie laufende Kommunikation an ca. 30.000 Lehrpersonen ermöglicht. Ohne Zusatzbudget.

[1] Einen hervorragenden Eindruck der Aufgabenpalette der VPH bietet ihr Schummelzettel #3: http://www.virtuelle-ph.at/oer/schummelzettel/

[2] Die SQA-eLectures sind dokumentiert unter: http://www.sqa.at/course/view.php?id=33